Ausbildungsbericht 2010

Jusos Logo
 

Jeder kennt das Problem. Man hat mal keine Lust diesen oder jenen Teil der Ausbildung zu machen oder eine Ausarbeitung zum Thema Gesetze zu machen, aber in den restlichen 99% der Zeit macht die Ausbildung Spaß. Falsch! Immer mehr Auszubildenden brechen ihre Ausbildung frühzeitig ab, im letzten Ausbildungsjahr 2009/10 vermerkt wurde ist das fast jeder 5. Ausbildungsvertrag frühzeitig beendet wird. Gründe dafür sind vielfältig, z.B. nicht der richtige Beruf, falsche Vorstellungen, Qualität der Ausbildung und viele mehr. In Berufen wo die Auszubildenden die Qualität der Ausbildung als gut oder sehr gut bezeichnet haben, wie bei den Bank-, Industrie- und Bürokaufleuten, ist die Abbrecherquote recht niedrig. In Berufen wo sie als eher schlecht bezeichnet wird, wie in den Gastronomieberufen und bei den Verkäufern, ist sie recht hoch. Weiterhin ist anzumerken, das die Zufriedenheit mit der Ausbildung in Betrieben sinkt, wo viele Überstunden abgeleistet werden müssen. Die Zahl der Überstunden ist wohl im letzten Ausbildungsjahr krisenbedingt leicht gesunken, aber die Anzahl ist immer noch verhältnismäßig hoch. Da Auszubildenden in ihrer Funktion eigentlich keine Überstunden machen sollte, ist der Anteil von knapp über 40% die welche regelmäßig Überstunden leisten unverständlich. Ein weiterer Grund für Unzufriedenheit und die hohe Abbrecherquote ist das Problem der ausbildungsfernen Arbeiten. Jeder zehnte Azubi klagt darüber, dass häufig oder gar täglich fachfremden Arbeiten erledigt werden müssen. Besonders oft betroffen sind davon Friseure und Kfz-Mechaniker, bei denen fast jeder Dritte beziehungsweise jeder Vierte Arbeiten verrichten muss, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Positiv im Ausbildungsbericht vermerkt ist, das sich die Pünktlichkeit Zahlung der Ausbildungsvergütung sind verbessert hat und das sich Löhne leicht erhöht haben.

 
    Arbeit